Archiv  Presse
  DeguDent präsentiert aktuelle wissenschaftliche Studien

 

Cercon ist das klinisch am besten abgesicherte Zirkonoxid-System

Cercon ist das klinisch am besten abgesicherte Zirkonoxid-System

Hanau-Wolfgang, 27. Mai 2010 —— Das Zirkonoxid-System Cercon wurde im Jahr 2001 in den deutschen Markt eingeführt. Schon seit diesem Zeitpunkt gilt es als Pionier für die zahntechnische Verwendung dieses Werkstoffes. Dank der konsequenten Beglei-tung durch klinische Studien ist Cercon heute das Zirkonoxid, das am umfassendsten dokumentiert ist. Einmal mehr wurde dies eindrucksvoll während einer Presse-konferenz am 12. Mai 2010 in Hanau-Wolfgang belegt. Dr. Alexander Völcker, Geschäftsführer DeguDent GmbH, Zahnarzt Dr. Sven Rinke, Klein-Auheim, und Prof. Dr. Peter Pospiech, Universität Homburg/Saar, berichteten über aktuelle Studiener-gebnisse und wichtige Schlussfolgerungen, die sich daraus für Praxis und Labor ziehen lassen.

 

Vollkeramische Behandlungskonzepte sind heute in vielen Praxen Realität, oft sogar Routine. Im Vordergrund steht dabei Zirkonoxid, denn mit dem Hochleistungswerkstoff lassen sich Kronen und Brücken im Front- wie im Seitenzahnbereich mit hoher klinischer Sicherheit realisieren. Dennoch handelt es sich im Vergleich mit der jahrzehntelang bewährten Metallkeramik um eine noch junge Technologie. Daher ist es stets von besonderem Interesse, für welche Indikationen sich Zirkonoxid auf der Grundlage einer evidenzbasierten Zahnmedizin eignet.

In dieser Hinsicht unterscheiden sich die verschiedenen Systeme, die am Markt im Wettbewerb stehen. Dr. Völcker beantwortete die Fragestellung „Cercon: Ein System wie viele andere?“ mit einem klaren „Nein“.

 

Schon zu Beginn der Entwicklung war es das Ziel von DeguDent, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und Zirkonoxid in eine für Zahntechniker nutzbare Technologie umzusetzen.„Erst die Verarbeitung von vorgesintertem Material hat eine wirtschaftliche Verarbeitung im zahntechnischen Labor möglich gemacht“, betonte Dr. Völcker. Er unterstrich in diesem Zusammenhang auch die sorgfältige Prozessvalidierung bei der Fertigung der Zirkonoxid-Rohlinge bei DeguDent. Der gesamte Prozess von der umfangreichen Eingangsprüfung des Pulvers über die Hochdruck-Verpressung bis hin zur Endkontrolle findet im eigenen Hause statt und kann so umfassend überwacht werden. „Zum Erfolg hat auch eine andere Entscheidung unseres Unternehmens beigetragen: zunächst die wissenschaftliche Absicherung – dann die Freigabe von Indikationen für Labor und Praxis. Dies schafft ein Höchstmaß an Sicherheit für Patienten, Behandler und Labors. Aus dem gleichen Grund haben wir bereits vor der Einführung des Cercon-Systems die ersten Studien initiiert; heute liegen dank einer eng vernetzten klinischen Forschung rund 50 Studien mit labor- bzw. praxisrelevanten Ergebnissen vor. Sie bestätigen, dass dieses Vorgehen richtig war.“

 

Eine weitere richtungsweisende Entscheidung sah Dr. Völcker in der Einführung eines von der Zahntechnik her gedachten Systems. Den Ausgangspunkt bildete zunächst die vertraute Wachsmodellation, später kam als Alternative die virtuelle Gestaltung hinzu. Auch wissen wir heute: Die Geburtsstunde des Cercon-System war gleichzeitig der Startschuss zur Entstehung der DeguDent CAD/CAM-Welt, wie wir sie heute kennen. Sie umfasst inzwischen auch die Gerüstherstellung aus anderen Werkstoffen wie Kobalt-Chrom und Titan. Speziell in der Implantatprothetik hat sich der Bezug von verschraubten Stegen und Brücken als sinnvoll erwiesen. Darüber hinaus bietet die Hanauer Netzwerkfertigung seit neustem industriell hergestellte individuelle Zirkonoxid-Abutments auf Basis der virtuellen Modellation des Kundenlabors.

 

Zahntechnisch gedacht – klinisch dokumentiert

Im zweiten Teil der Pressekonferenz erläuterten Dr. Sven Rinke und Prof. Dr. Peter Pospiech ihre wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen mit Cercon.

 

Als Anwender der ersten Stunde setzt Dr. Rinke das Cercon-System in der eigenen Praxis gern und häufig ein. Zusätzlich hat er in der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur mehrfach publiziert und verfügt somit über eine sehr umfangreiche Erfahrung mit diesem Werkstoff. „Mit Cercon smart ceramics stützt sich der Behandler automatisch auf die umfassendste klinische Absicherung unter allen Zirkonoxid-Systemen“, betonte Dr. Rinke und fragte pointiert: “Was jedoch, wenn wir nicht nur Zirkonoxid-Systeme untereinander vergleichen, sondern uns am Goldstandard orientieren – an der Metallkeramik?“

 

Die Antwort der Wissenschaft zitierte Dr. Rinke wie folgt: „Als einziges Zirkonoxid-System kann Cercon einen direkten Vergleich mit Metallkeramik vorweisen1, genauer: Es handelt sich hier um eine prospektive randomisierte klinische Studie zu Brücken im Seitenzahnbereich. Ihre Bedeutung drückt sich auch im hohen Evidenzgrad 2 aus.“ Im Einzelnen konnten insgesamt 36 Cercon-Brücken und 31 metallkeramische Brücken nachuntersucht werden. Ergebnis nach drei Jahren: Die Überlebensrate betrug für beide Systeme 100 Prozent. Damit ist es in einem direkten klinischen Vergleich erstmals nachgewiesen, dass ein Zirkonoxid, in diesem Falle Cercon, dem Goldstandard der Metallkeramik entspricht.

 

In seinen einleitenden Worten zum vieldiskutierten Thema Chipping unterstrich Dr. Rinke die Führungsrolle von DeguDent bei der Ursachenforschung und Entwicklung von Lösungen. Mit dem einzigen wissenschaftlich abgesicherten Konzept zur Vermeidung von Chipping hat das Hanauer Unternehmen einen Meilenstein für Verarbeitungssicherheit dieses Werkstoffs gesetzt.

 

Dazu liegen in vitro-, klinische und auch naturalistische Studien vor. Die retrospektive Untersuchung von Prof. Kerschbaum3 hat belegt, wie nahe die Erfolgsrate von Restaurationen aus Cercon base (Gerüst) und einer vom Hersteller empfohlenen Verblendkeramik – in Abhängigkeit vom Behandler – an diejenige von Metallkeramik heranreichen kann. Die nachfolgenden Studien der Unis in Aachen und Heidelberg, die bereits im letzten Jahr vorgestellt wurden, zeigen, dass die Erfolgsrate von Cercon base in Kombination mit Cercon ceram kiss und love unter Verwendung des verbesserten Abkühlverfahrens auf dem Niveau der Metallkeramik liegt.

 

Eine klinische Studie von Rödiger et al., 20102, kam zu dem Schluss, dass der WAK-Wert der Verblendkeramik nicht ursächlich für Chipping verantwortlich ist. Hierbei handelt es sich mit insgesamt 75 Patienten und 99 Seitenzahnbrücken um die bislang größte Studie zu Zirkonoxid. Gleichzeitig ist dies die erste Langzeitstudie unter Anwendung konventioneller Zementierung.

 

Eine weitere Studie (Beuer et al., 20094) untersuchte das Thema Überpresstechnik als Alternative zur Verblendung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Chipping bei Verwendung der Überpresstechnik mit Cercon ceram press eine äußerst geringe Bedeutung hat.

 

Abschließend wurde das resultierende Konzept mit Langzeitabkühlung in einer einjährigen klinischen Studie validiert. Die positiven Ergebnisse wird Dr. Rinke auf der IADR 2010 in Barcelona präsentieren. „Dank der vernetzten klinischen Forschung ist für das Problem von Abplatzungen bei Zirkonoxidrestaurationen in vergleichsweise kurzer Zeit eine Lösung gefunden worden“, resümierte Dr. Rinke. „Bei der Metallkeramik hat es damals elf Jahre gedauert.“

 

Extensionsbrücken, Endpfeilerbrücken und weitspannige Brücken aus Cercon klinisch positiv bewertet

Auch bei den oben genannten Indikationen ist Cercon in Bezug auf klinische Studien Vorreiter. Erstmals und nur für Cercon wurden diese Indikationen klinisch validiert. Die Studien-Ergebnisse für Cercon zeigen auch hier eindeutig in Richtung hoher Verarbeitungssicherheit.

 

Im Hinblick auf Extensionsbrücken und Endpfeilerbrücken zeigt die Studie von Wolfart et al., 2009, Überlebensraten nach 48 Monaten von 92 % bzw. 96 %. Verluste traten ausschließlich aufgrund biologischer Ursachen auf.

 

Zu weitspannigen Brücken publizierte Schmitter et al. 2009 die erste klinische Studie. Hier wurden mittlere Spannlängen von 40 mm nach 2 Jahren untersucht und dabei eine Überlebensrate von 96,6 % ermittelt.

 

Noch nie, so Dr. Sven Rinke, wurden klinische Studien zu Vollkeramik in solcher Dichte publiziert: Alleine in den letzten 6 Monaten erschienen 5 klinische Langzeitstudien zu Cercon in internationalen peer-reviewed journals: So ist die prospektive klinische Studie von Sailer et a. der klinische Nachweis, dass die Ergebnisse bei Zirkonoxidbrücken aus Cercon denen beim Goldstandard Metallkeramik vergleichbar sind. „In dieser Qualität und mit dem stringenten logischen Aufbau finden sich klinische Untersuchungen zu Zirkonoxidrestaurationen nur für das Cercon-System“, fasste Dr. Rinke zusammen.

 

Keramisch gedacht – im Team ausgeführt

Im Allgemeinen lässt sich festhalten: Zirkonoxid stellt eine eigene Werkstoffklasse dar, wobei jedes Verarbeitungs-System wiederum einen eigenen Kosmos bildet. Die Anforderungen klingen pointiert in dem Ausruf „Think ceramics!“ an, den Prof. Dr. Pospiech geprägt hat.

 

Er zeigte die Entwicklung der Vollkeramik von den Anfängen mit dem Dicor-System bis heute auf – insgesamt 25 Jahre Erfahrung, für Prof. Pospiech, wie er sagte, eine „Silberhochzeit“. Der Unterschied zwischen früher und heute: „Inzwischen arbeiten wir mit Zirkonoxid substanzschonend.“ Weiter betonte Prof. Pospiech: „Bleiben Sie aus dem Parodont heraus – keine subgingivalen Kronenränder, jedenfalls nicht ohne Not. Damit ersparen Sie sich ein langwieriges Gewebemanagement und übrigens auch eine Menge Rückenschmerzen. Des Weiteren sind alle Scans und Abformungen automatisch exakter.“

 

Selbstverständliche Voraussetzung für den klinischen Erfolg ist eine adäquate zahnärztliche Präparation mit einer Stufe oder einer ausgeprägten Hohlkehle (keine Tangentialpräparation!). Dabei gilt als Faustregel: Je weiter man nach distal kommt, desto massiver sollte in Zirkonoxid aufgebaut werden. Auch die Okklusion muss penibel eingestellt werden. Entscheidend für die Organisation: Die Assistenz muss sich darüber bewusst sein, dass der betreffende Patient im Zweifelsfalle besser noch einmal wieder einbestellt wird, um die Okklusion zu optimieren. Für die Bearbeitung”, so Prof. Pospiech weiter, sei auf die unverzichtbare Notwendigkeit hingewiesen, beim Einschleifen auf ausreichende Wasserkühlung zu achten.” Nur so seien Risse zu verhindern.

 

Auch für die Verarbeitung von Zirkonoxid im Labor seien die Hinweise der Hersteller (Industrie) zwingend zu beachten. Hier ist insbesondere eine ausgeprägt anatomische Gerüstgestaltung unverzichtbar. Was man darunter zu verstehen hat, variiert interessanterweise von Zahntechniker zu Zahntechniker. Eine sinnvolle Standardisierung erhoffte sich Prof. Pospiech in dieser Hinsicht von Updates der Software Cercon art.

 

Dem Erfolg von vollkeramischen Arbeiten steht grundsätzlich nichts mehr im Wege”, so Prof. Dr. Pospiech. „An meinem Institut verwende ich bei festsitzendem Zahnersatz nur noch Vollkeramik und sehe in diesem Bereich sogar keine zwingende Indikation mehr für Metallkeramik!”

 

Cercon: klinisch bewährt

Heute legen Patienten, Zahnärzte und Labors gleichermaßen hohen Wert auf dokumentierte klinische Sicherheit. Dieser Forderung ist DeguDent seit Einführung des Cercon-Systems mit zahlreichen Studien nachgekommen. Kaum ein anderes Zirkonoxid-System hat mehr klinische Studien dokumentiert als Cercon. Die damit verbundene Verarbeitungssicherheit dürfte im Zirkonoxid-Markt einmalig sein.

 

Literatur

1. Sailer I, Gottnerb J, Kanelb S, Hämmerle CH: Randomized Controlled Clinical Trial of Zirconia-Ceramic and Metal-Ceramic Posterior Fixed Dental Prostheses: A 3-year Follow-up. Int J Prosthodont 2009 Nov-Dec;22(6):553-60. PubMed PMID: 19918588.

2. Rödiger M, Gersdorff N, Huels A et al.: Prospective evaluation of zirconia posterior fixed partial dentures: four-year clinical results. Int J Prosthodont 2010 Mar-Apr; 23(2):141-8

3. Kerschbaum Th et al.: Komplikationen von Cercon-Restaurationen in den ersten fünf Jahren, DZZ, 81-89 (2009)

4. Beuer F, Edelhoff D, Gernet W, Sorensen JA: Three-year clinical prospective evaluation of zirconia-based posterior fixed dental prostheses (FDPs). Clin Oral Investig. 2009 Dec;13(4):445-51. Epub 2009 Jan 24. PubMed PMID: 19169719.

5. Wolfart S, Harder S, Eschbach S, Lehmann F, Kern M.: Four-year clinical results of fixed dental prostheses with zirconia substructures (Cercon): end abutments vs cantilever design. Eur J Oral Sci 117, 741-749 (2009)

6. Schmitter M, Mussotter K, Rammelsberg P, Stober T, Ohlmann B, Gabbert O.: Clinical performance of extended zirconia frameworks for fixed dental prostheses: two-year results. J Oral Rehabil (2009) Aug;36(8):610-5. Epub 2009 Jun 2. PubMed

 

 



Pressemitteilung ausdrucken
 
  zurück
 
  Thema     
 
 
Volltextsuche:           
  Ab Datum TT.MM.JJJJ